Job-Profile für Automatisierung im Hafen

Bevor die Technik ankommt,
weiß PEILUNG PORT,
was sie für die Arbeit bedeutet.

Automatisierung, KI und Dekarbonisierung verändern die Hafenwirtschaft. PEILUNG PORT übersetzt eine geplante Technologieveränderung systematisch in künftige Tätigkeits-, Job- und Kompetenzprofile – bevor die erste Anlage steht.

  • Aus dem Hafen, für den Hafen
  • Tätigkeit für Tätigkeit
  • Grundlage für § 90 BetrVG
  • Mit Nachkontrolle
Skizze eines Containerkrans und Frachtschiffs
HafenwirtschaftTerminalbetreiberHafenbetreiberLogistikunternehmenLeitstand-BetreiberMaritime Industrie
Das eigentliche Problem

Ob die Technik funktioniert, wird geklärt. Ob die Arbeit noch funktioniert, meistens nicht.

Die Hafenwirtschaft investiert in automatisierte Umschlagtechnik, autonome Fahrzeuge, KI-gestützte Verkehrssteuerung oder alternative Antriebe. Vor der Einführung werden die technischen Fragen sorgfältig beantwortet – die arbeitsbezogenen meist nicht.

Das ist kein Versäumnis, sondern eine Frage der Reihenfolge: Technik-, Sicherheits- und Wirtschaftlichkeitsprüfungen haben etablierte Verfahren und Zuständigkeiten. Für die Frage, was eine neue Technologie für die Menschen bedeutet, die damit arbeiten, gibt es meist keine. Sie wird informell mitgedacht – oder erst sichtbar, wenn die Anlage schon läuft und die ersten Reibungen auftauchen.

Wird schon geklärt

Für die technische Seite einer neuen Anlage gibt es etablierte Prüfverfahren.

  • Funktioniert die Technologie?
  • Ist sie sicher?
  • Ist sie wirtschaftlich?
  • Wie wird sie in vorhandene Systeme integriert?

Bleibt meistens offen – bis PEILUNG PORT

PEILUNG PORT beantwortet genau diese Fragen, bevor die Technik ankommt.

  • Wer macht künftig was?
  • Welche Tätigkeiten verschwinden, welche werden anspruchsvoller?
  • Welche Entscheidungen trifft das System – wann muss ein Mensch eingreifen?
  • Welche Qualifizierung muss wann beginnen?
  • Welche neuen Belastungen oder Sicherheitsrisiken entstehen?
Was PEILUNG PORT anders macht

Aus dem Hafen. Für den Hafen. Tätigkeit für Tätigkeit.

Studien zur Zukunft der Hafenarbeit gibt es einige. Sie beschreiben die Branche. PEILUNG PORT beschreibt euren Betrieb – für die eine Anlage, die kommt, und die Menschen, die heute an dieser Stelle arbeiten.

01

Hafensprache statt Beraterdeutsch

Rollen, Schichtlogik, Umschlagprozesse: PEILUNG PORT ist auf die Hafenwirtschaft zugeschnitten. Entwickelt von Mathias Köster, der seit 2006 selbst im Hafen arbeitet – fachlich begleitet von Prof. Dr. Jörg Martens, Professor für Sozialmanagement und Personalarbeit.

02

Gegen euren Ist-Stand gerechnet

Grundlage ist ein reales PEILUNG-Kompetenzprofil und die Befragung eurer Beschäftigten. Keine Branchenvorlage, keine Pauschalprognose – jede Aussage lässt sich auf eine konkrete Tätigkeit zurückführen.

03

Betriebsratstauglich

Die Tätigkeitsveränderungsmatrix ist konkret genug für die Beratung nach § 90 BetrVG – rechtzeitig, solange sich an der Planung noch etwas ändern lässt.

04

Wirkung wird geprüft

Nach der Inbetriebnahme wird abgeglichen, was eingetreten ist und was nicht. Das unterscheidet ein Verfahren von einem Gutachten, das im Schrank verschwindet.

Nicht freiwillig

Die Frage steht im Betriebsverfassungsgesetz.

Wer im Hafen automatisiert, muss den Betriebsrat nicht erst informieren, wenn die Anlage steht – sondern beraten, solange sich an der Planung noch etwas ändern lässt. Seit 2021 nennt das Gesetz den Einsatz künstlicher Intelligenz ausdrücklich.

„… die vorgesehenen Maßnahmen und ihre Auswirkungen auf die Arbeitnehmer, insbesondere auf die Art ihrer Arbeit sowie die sich daraus ergebenden Anforderungen an die Arbeitnehmer so rechtzeitig zu beraten, dass Vorschläge und Bedenken des Betriebsrats bei der Planung berücksichtigt werden können.“

§ 90 Abs. 2 Betriebsverfassungsgesetz
§ 90 BetrVG

Rechtzeitig beraten

Unterrichtung und Beratung über die Planung von Arbeitsverfahren und Arbeitsabläufen – einschließlich des Einsatzes von KI. Der entscheidende Teil ist „rechtzeitig“: Wenn die Anlage bestellt ist, ist die Beratung ihres Zwecks beraubt.

§ 91 BetrVG

Belastung abwenden

Werden Beschäftigte durch Änderungen des Arbeitsplatzes oder der Arbeitsabläufe in einer Weise belastet, die gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht, kann der Betriebsrat Abhilfe verlangen – erzwingbar.

§ 96 BetrVG

Qualifizierungsbedarf ermitteln

Auf Verlangen des Betriebsrats ist der Berufsbildungsbedarf zu ermitteln – und dazu gehört zuerst die Frage, welche Qualifikationen die Betroffenen heute schon haben.

PEILUNG PORT liefert das Material, das für diese Beratung fehlt: eine Tätigkeitsveränderungsmatrix, ein daraus abgeleitetes künftiges Job-Profil und einen Qualifizierungsfahrplan mit Terminen. In einer Branche mit starker Mitbestimmung und tariflich geregelten Tätigkeiten ist das keine Kür – ohne diese Grundlage wird über Automatisierung gestritten statt verhandelt.

Das ist keine Rechtsberatung. Ob und wie diese Vorschriften in eurem Fall greifen, klärt ihr mit eurer Rechtsabteilung oder eurem Verband.

Der digitale Prozess

Fünf Peilungen von der Idee bis zur Wirkung

Jeder Schritt ist eine eigene Standortbestimmung – von der ersten Beschreibung der Technologie bis zum Abgleich mit der Realität nach der Einführung. Gerechnet wird gegen ein PEILUNG-Kompetenzprofil als Ist-Basis. Liegt noch keins vor, wird es in derselben Befragung miterhoben – eine Sitzung, kein zweiter Termin.

000°

Technologie beschreiben

Welche Technik kommt, welcher Prozess ist betroffen, wer ist beteiligt – heute und künftig.

072°

Arbeits­situationen erfassen

Beschäftigte, Führungskräfte, Betriebsrat und Technikverantwortliche beschreiben konkrete Situationen.

144°

KI-gestützte Analyse

Wegfallende, veränderte und neue Tätigkeiten, Eingriffspunkte, Kompetenzen und Risiken werden identifiziert – und fachlich geprüft, bevor sie in den Bericht gehen.

216°

Bericht

Tätigkeitsmatrix, Jobprofile, Qualifizierungsfahrplan, Belastungsrisiken und Umsetzungsplan – gebündelt.

288°

Zeitverlauf beobachten

Nach der Einführung: Was traf zu, wo entstehen ungeplante Anforderungen, was muss nachjustiert werden?

Der Aufbau

Fünf Module, ein durchgängiges Bild

Jedes Modul beantwortet einen eigenen Teil der Frage „Was verändert sich für die Menschen?" – vom schnellen Scan bis zur Beobachtung im Zeitverlauf.

A

Technology Impact Scan

Der schnellste Baustein: Mit vorhandenem PEILUNG-Kompetenzprofil wenige Minuten Aufwand für ein erstes Bild, wie tief die geplante Veränderung eingreift.

  • Betroffene Prozesse & Beschäftigtengruppen
  • Automatisierungsgrad, Entscheidungstiefe
  • Sicherheitsrelevanz, Veränderungsintensität
Mehr zu Modul A →
Human-Impact-
RisikokarteSchnelle Ersteinschätzung
B

Task Transformation Map

Zeile für Zeile, statt einer vagen Ankündigung „wird automatisiert" – konkret genug, um im Betriebsrat diskutiert zu werden.

  • Manuelle Steuerung → Systemüberwachung
  • Sichtprüfung → sensorbasierte Prüfung
  • Lokale Entscheidung → Freigabe oder Intervention
Mehr zu Modul B →
Tätigkeits­veränderungs­matrixHeute · Veränderung · Künftig
C

Future Job Profile

Kein austauschbares Stellenprofil aus dem Baukasten, sondern eines, das aus dieser konkreten Veränderung abgeleitet ist.

  • Aufgaben, kritische Situationen, Schnittstellen
  • Kompetenzfelder mit Verhaltensankern
  • Qualifikationsvoraussetzungen
Mehr zu Modul C →
Zukünftiges Job- & Kompetenz­profilAutomatisch abgeleitet
D

Qualification Navigator

Übersetzt das Sollprofil in einen Fahrplan, der zeigt, wer wann welche Qualifizierung braucht – nicht nur, dass welche nötig ist.

  • Lernziele & Qualifizierungsmodule
  • Lernpfade & Einarbeitungspläne
  • Rollenwechsel- und Übergangsprofile
Mehr zu Modul D →
Qualifizierungs­fahrplanNach Beschäftigtengruppe
E

Safety, Workload & Acceptance

Der Teil, der bei Technikprojekten am häufigsten fehlt – bevor er zum Problem wird, statt danach.

  • Kognitive Überlastung, Unterforderung
  • Überwachungsdruck, Kontrollverlust
  • Störfallbelastung, Akzeptanzbarrieren
Mehr zu Modul E →
Präventiver Gestaltungs­planMaßnahmen je Risiko
Kein Blackbox-Versprechen

So sieht das Ergebnis aus – zum Selberlesen

Statt euch auf unser Wort zu verlassen: vier vollständige Beispieldokumente, wie sie aus PEILUNG und PEILUNG PORT herauskommen – von der realen Ist-Aufnahme bis zur Automatisierungs-Projektion. Rolle und Unternehmen sind frei erfunden, Format und Tiefe entsprechen einem echten Durchlauf.

PEILUNG · Ist-Zustand

Jobkarte: Staplerfahrer

Die kompakte Zusammenfassung des Ist-Profils für den Alltag – Rollenverständnis, Spannungsfelder und Kompetenzen auf zwei Seiten, wie sie z. B. im Bewerbungsgespräch oder Onboarding genutzt wird.

PDF ansehen · 2 Seiten
PEILUNG · Ist-Zustand

Anforderungs- und Kompetenzprofil

Der vollständige Bericht dahinter: Erhebungsgrundlage, priorisiertes Soll-Profil, alle Kompetenzfelder mit Verhaltensankern und der 30-60-120-Tage-Onboardingplan.

PDF ansehen · 4 Seiten
Modul C · Projektion

Jobkarte: Rolle nach der Automatisierung

Dieselbe Rolle, projiziert auf den Zustand nach der Technologieveränderung – künftige Arbeitssituationen, neue Spannungsfelder, fünf neue Kompetenzen. Klar als Projektion gekennzeichnet.

PDF ansehen · 2 Seiten
Module A–E · Gesamtbericht

Technologiewandel-Bericht

Der komplette Durchlauf durch alle fünf Module in einem Dokument: Risikokarte, Tätigkeitsveränderungsmatrix, künftige Kompetenzfelder, Qualifizierungsfahrplan und Belastungs-/Akzeptanzanalyse mit Maßnahmen.

PDF ansehen · 4 Seiten

Alle vier Dokumente sind frei erfundene Beispiele zur Veranschaulichung des Verfahrens – keine reale Erhebung und kein reales Unternehmen.

Kein einmaliger Fragebogen

Nach der Einführung beginnt die eigentliche Bewährungsprobe: Was hat sich tatsächlich verändert? Welche Prognosen waren zutreffend? Wo entstehen ungeplante Anforderungen?

PEILUNG PORT hält an dieser Stelle nicht auf, sondern gleicht die ursprüngliche Projektion mit der Realität ab – Wirkung wird geprüft, nicht nur behauptet. Aus dem einmaligen Assessment wird so ein Instrument, das mit jeder weiteren Technologieveränderung mitwächst.

Kurz erklärt

Häufig gestellte Fragen

Was ist PEILUNG PORT genau?

Ein Verfahren, das aus einer geplanten Technologieveränderung im Hafen Tätigkeit für Tätigkeit ableitet, was wegfällt, was sich verändert und was neu entsteht – mit künftigen Job- und Kompetenzprofilen, Qualifizierungsfahrplan und Belastungsanalyse. Von der ersten Scan-Einschätzung bis zum Abgleich mit der Realität nach der Einführung.

Was unterscheidet PEILUNG PORT von Studien zur Zukunft der Hafenarbeit?

Studien beschreiben die Branche. PEILUNG PORT beschreibt euren Betrieb: Es rechnet gegen ein reales Kompetenzprofil eurer Beschäftigten und bezieht sich auf die eine Anlage, die kommt. Dazu kommen der Hafenbezug – entwickelt von jemandem, der seit 2006 selbst im Hafen arbeitet – und die Nachkontrolle nach der Einführung.

Hilft PEILUNG PORT bei der Beratung mit dem Betriebsrat?

Dafür ist es gebaut. § 90 BetrVG verlangt, die Auswirkungen geplanter Arbeitsverfahren – seit 2021 ausdrücklich auch beim Einsatz von KI – so rechtzeitig mit dem Betriebsrat zu beraten, dass seine Vorschläge noch berücksichtigt werden können. PEILUNG PORT liefert dafür die Tätigkeitsveränderungsmatrix, das künftige Job-Profil und den Qualifizierungsbedarf mit Terminen. Eine Rechtsberatung ersetzt es nicht.

Ersetzt PEILUNG PORT die technische Prüfung einer neuen Anlage?

Nein. Ob eine Technologie funktioniert, sicher und wirtschaftlich ist, klären weiterhin die etablierten technischen Verfahren. PEILUNG PORT ergänzt das um die arbeitsbezogene Seite, die dabei meist offenbleibt.

Wer wird bei der Analyse befragt?

Beschäftigte, Führungskräfte, Betriebsrat und Technikverantwortliche – über anonyme oder personalisierte Befragungslinks. Gefragt wird gezielt zur konkreten Veränderung, nicht nur allgemein zur Rolle.

Brauchen wir vorher ein PEILUNG-Kompetenzprofil?

Nein, nicht vorab. PEILUNG PORT rechnet gegen einen Ist-Stand, und den liefert ein PEILUNG-Kompetenzprofil. Liegt es schon vor, reicht für den Einstieg über Modul A ein kurzes Szenario-Formular. Liegt es noch nicht vor, erheben wir Ist-Stand und Veränderung in einer gemeinsamen Befragung – eine Sitzung für die Beschäftigten, kein zweiter Termin.

Ist das Ergebnis eine validierte Erhebung?

Nein, ausdrücklich nicht. Die Zukunftsanforderungen sind eine KI-gestützte, fachlich geprüfte Einschätzung auf Basis eines realen Ist-Profils und der Befragungen – als Projektion gekennzeichnet, nicht als Erhebung mit Gewähr. Deshalb gehört der Abgleich nach der Einführung zum Verfahren.

Funktioniert das Verfahren auch außerhalb der Hafenwirtschaft?

Ja – unter anderem Namen. Dasselbe Verfahren gibt es branchenoffen als AUFGABENRADAR, etwa für Produktion, Logistik, Verwaltung oder Pflege. PEILUNG PORT ist die Ausprägung für die Hafenwirtschaft: mit ihren Rollen, Prozessen und ihrer Sprache.

Wer steht hinter PEILUNG PORT?

Entwickelt und betrieben von Mathias Köster (Lotswerk, Bremerhaven), der seit 2006 im Hafen arbeitet. Fachlich begleitet von Prof. Dr. Jörg Martens, Professor für Sozialmanagement und Personalarbeit, der das PEILUNG-Verfahren seit 2019 in Unternehmen und Organisationen einsetzt.

Wann lohnt sich der Einsatz?

Wenn eine Technologieentscheidung schon gefallen ist oder unmittelbar bevorsteht – etwa bei einer Hafenautomatisierung, einem neuen Leitstand oder einer Elektrifizierung – und die Frage nach den Menschen noch offen ist. Spätestens bevor Schulungspläne, Stellenbeschreibungen und Personalplanung geschrieben werden.

Wer damit arbeitet

Für Betriebe, bei denen sich gerade etwas ändert

PEILUNG PORT richtet sich an Betriebe der Hafenwirtschaft, bei denen eine Technologieentscheidung schon gefallen oder kurz davor ist – und die Frage nach den Menschen noch offen. Zwei Perspektiven bestimmen, wann sich der Einsatz lohnt:

Primäre Kunden

Betriebe, die Umschlag-, Verkehrs- oder Antriebstechnik im Hafen betreiben oder ausrüsten.

  • Hafenbetreiber
  • Terminalbetreiber
  • Logistikunternehmen
  • Betreiber von Leitständen und Verkehrssystemen
  • Maritime Industrieunternehmen
  • Technische Dienstleister

Typischer Anlass

Meist steht eine konkrete Investitionsentscheidung schon fest oder unmittelbar bevor.

  • Einführung einer neuen Technologie oder Automatisierungsprojekt
  • Neubau oder Umbau eines Terminals, neuer Leitstand
  • Elektrifizierung oder Dekarbonisierung
  • Neuordnung von Rollen und Zuständigkeiten
  • Tarifliche oder mitbestimmungsbezogene Klärung
  • Vorbereitung einer Qualifizierungsoffensive
Erstgespräch

Peilung nehmen, bevor die Technik ankommt.

Ein kurzes Gespräch reicht, um zu sehen, ob PEILUNG PORT zu eurer anstehenden Veränderung passt – unabhängig davon, ob die Technologieentscheidung schon feststeht oder noch in der Abwägung ist. Am Ende steht ein Vorschlag, mit welchem Modul der Einstieg für euren konkreten Fall am meisten bringt.

Typischer Anlass

Die Anfrage ist unverbindlich und kostet nichts.

Kein Hafenbetrieb? Dasselbe Verfahren gibt es branchenoffen als AUFGABENRADAR.

Oder direkt: hallo@peilung.work